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Gefälschte Versicherungen und Betrugsfälle in Deutschland — wie schützt man sich?
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Gefälschte Versicherungen und Betrugsfälle in Deutschland — wie schützt man sich?

Gefälschte Policen, unseriöse Vermittler, versteckte Klauseln — Betrugsfälle auf dem Versicherungsmarkt in Deutschland. Wie man ein verdächtiges Angebot erkennt und den Versicherer überprüft.

4 min czytania

Der Versicherungsmarkt in Deutschland ist weitgehend gut reguliert — aber nicht frei von unseriösen Spielern. Neuankömmlinge, die den Markt nicht kennen und nach günstigen Lösungen suchen, können besonders anfällig für Betrug oder ungünstige Verträge sein. Hier ist, was Sie wissen müssen.

Typische Formen von Betrug und Unregelmäßigkeiten

1. Gefälschte Versicherungspolicen

Der schwerwiegendste Fall — Sie zahlen für eine Versicherung, die tatsächlich nicht existiert. Der Verkäufer stellt gefälschte Dokumente aus und kassiert die Beiträge.

Wie das in der Praxis aussieht:

  • Ein „Agent" bietet eine sehr günstige Kfz-Haftpflichtversicherung an
  • Sie erhalten ein Dokument, das wie eine Police aussieht
  • Im Schadensfall stellt sich heraus, dass die Firma nicht existiert oder die Policennummer gefälscht ist
  • Sie fahren unversichert herum, ohne es zu wissen!

Wie man sich schützt:

  • Überprüfen Sie die eVB-Nummer über das Kraftfahrtbundesamt oder direkt auf der Website des Versicherers
  • Prüfen Sie, ob die Firma bei der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) registriert ist

2. Nicht zugelassene Vermittler

Ein Versicherungsvermittler in Deutschland muss im Vermittlerregister eingetragen sein und Folgendes besitzen:

  • Eine Erlaubnis nach § 34d GewO (Gewerbeordnung) für die Vermittlungstätigkeit
  • Oder als ausschließlicher Vertreter eines bestimmten Versicherers (gebundener Vermittler) tätig sein

Wie man prüft: Die Website vermittlerregister.de oder DIHK — geben Sie die Vermittlernummer an.

3. Verträge mit versteckten Ausschlüssen

Eine legale Police, aber mit Ausschlüssen, über die der Käufer nicht informiert wurde:

  • Der „Kleingedruckte" in den AVB (Allgemeine Versicherungsbedingungen), der Schlüsselsituationen ausschließt
  • Ausschluss von Risiken, die für Ihre Bedürfnisse spezifisch sind
  • In die Police eingebaute Haftungsgrenzen

Wie man sich schützt:

  • Lesen Sie die AVB oder bitten Sie um eine Zusammenfassung
  • Fragen Sie direkt: „Was ist durch diese Police NICHT abgedeckt?"
  • Vergleichen Sie Angebote auf anerkannten Plattformen (Check24, Verivox)

4. Phantom-Broker — Vermittler ohne Genehmigung

Der Vermittler kassiert Beiträge von Kunden, leitet sie aber nicht an den Versicherer weiter. Oder er kassiert Provisionen von mehreren Versicherern für dieselbe Transaktion.

5. Churning — unbegründeter Policenwechsel

Ein unseriöser Vermittler überredet Sie regelmäßig, den Versicherer zu wechseln (obwohl es keinen Grund dafür gibt), um weitere Provisionen zu kassieren. Jeder Wechsel kann zusätzliche Kosten oder den Verlust von Schadenfreiheitsrabatten mit sich bringen.

Wie überprüft man Versicherer und Vermittler?

Überprüfung des Versicherers (Versicherungsunternehmen):

  1. BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht): bafin.de → suchen Sie die Firma im Register
  2. GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft): gdv.de → Mitgliederliste
  3. Prüfen Sie, ob die Firma eine Adresse und Kontaktdaten in Deutschland hat

Überprüfung des Vermittlers (Versicherungsvermittler):

  1. Vermittlerregister: vermittlerregister.de → geben Sie die Steuernummer oder den Namen ein
  2. Fragen Sie nach der Registrierungsnummer und einer Bestätigung

Überprüfung der eVB (bei Kfz-Versicherung):

  1. Rufen Sie den Versicherer an und fragen Sie, ob die eVB-Nummer gültig ist
  2. Prüfen Sie online auf der Website des Versicherers
  3. Die eVB-Nummer ist 7-stellig — andere Formate sind verdächtig

Warnsignale

🔴 Preis deutlich unter dem Marktniveau — „Vollkasko für 150 EUR pro Jahr" ist für ein durchschnittliches Auto unmöglich

🔴 Kein schriftlicher Vertrag und keine AVB — jede Police muss Dokumente haben

🔴 Nur Barzahlung — legale Versicherer und Vermittler akzeptieren Überweisung/Karte

🔴 Keine Registrierungsnummer des Vermittlers oder Weigerung, diese mitzuteilen

🔴 Druck zu einer schnellen Entscheidung („dieses Angebot ist nur heute gültig")

🔴 Angebote über soziale Medien von unbekannten Personen

🔴 Police „von einer ausländischen Firma" für den deutschen Markt — könnte ungültig sein oder der Versicherer ist in Deutschland nicht zugelassen

Was tun, wenn man Opfer von Betrug wurde?

  1. Melden Sie es der BaFin (bafin.de) — die Aufsichtsbehörde kann nicht zugelassene Firmen bestrafen
  2. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei — besonders bei gefälschten Policen
  3. Stellen Sie eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft
  4. Konsultieren Sie einen Rechtsanwalt — eine Rechtsschutzversicherung kann die Kosten decken
  5. Ombudsmann für Versicherungen — kostenlose Schlichtung bei Streitigkeiten mit legalen Versicherern

Möchten Sie ein Versicherungsangebot von einem seriösen, lizenzierten Makler prüfen? Schreiben Sie uns: kontakt@viasafe.de

Häufig gestellte Fragen

1. Gefälschte Versicherungspolicen
Der schwerwiegendste Fall — Sie zahlen für eine Versicherung, die tatsächlich nicht existiert. Der Verkäufer stellt gefälschte Dokumente aus und kassiert die Beiträge. Wie das in der Praxis aussieht:
2. Nicht zugelassene Vermittler
Ein Versicherungsvermittler in Deutschland muss im Vermittlerregister eingetragen sein und Folgendes besitzen:
3. Verträge mit versteckten Ausschlüssen
Eine legale Police, aber mit Ausschlüssen, über die der Käufer nicht informiert wurde:
4. Phantom-Broker — Vermittler ohne Genehmigung
Der Vermittler kassiert Beiträge von Kunden, leitet sie aber nicht an den Versicherer weiter. Oder er kassiert Provisionen von mehreren Versicherern für dieselbe Transaktion.
5. Churning — unbegründeter Policenwechsel
Ein unseriöser Vermittler überredet Sie regelmäßig, den Versicherer zu wechseln (obwohl es keinen Grund dafür gibt), um weitere Provisionen zu kassieren. Jeder Wechsel kann zusätzliche Kosten oder den Verlust von Schadenfreiheitsrabatten mit sich bringen.

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