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Leiharbeitnehmer in Deutschland — Rechte und Versicherungen
Arbeit in Deutschland

Leiharbeitnehmer in Deutschland — Rechte und Versicherungen

Leiharbeit (Zeitarbeit) in Deutschland — welche Rechte hat ein Leiharbeitnehmer? Equal Pay nach 9 Monaten, Versicherungen, Kündigungsschutz.

3 min czytania

Die Arbeit über eine Arbeitsvermittlung (Zeitarbeit / Leiharbeit) ist für viele Neuankömmlinge in Deutschland Realität. Große Produktionsbetriebe, Logistik, Landwirtschaft — Leiharbeit ist weit verbreitet. Aber weißt du, welche Rechte du als Leiharbeitnehmer hast?

Wie funktioniert Leiharbeit?

Im System der Leiharbeit gibt es zwei Seiten des Rechtsverhältnisses:

  1. Verleiher (Personalvermittlungsagentur) — dein formeller Arbeitgeber, mit dem du den Arbeitsvertrag unterschreibst
  2. Entleiher (Kundenunternehmen) — die Firma, in der du tatsächlich arbeitest

Die Agentur ist dein Arbeitgeber — sie führt die Sozialabgaben ab, zahlt das Gehalt und ist für die Einhaltung des Arbeitsrechts verantwortlich.

Welche Rechte haben Leiharbeitnehmer?

1. Equal Pay nach 9 Monaten

Dies ist eine Schlüsselbestimmung des AÜG (Arbeitnehmerüberlassungsgesetz). Nach 9 Monaten ununterbrochener Arbeit beim selben Entleiher (Unternehmen) hast du Anspruch auf dasselbe Gehalt wie die Festangestellten, die eine ähnliche Tätigkeit ausüben (Equal Pay).

Wichtige Falle: Agenturen rotieren Leiharbeitnehmer häufig zwischen Firmen, um gerade die 9-Monats-Frist zurückzusetzen. Das ist legal, aber fragwürdig — es lohnt sich, das zu überwachen.

Hinweis: Tarifverträge können in den ersten 15 Monaten ein niedrigeres Gehalt vorsehen — sie müssen jedoch offiziell angewendet werden. Prüfe, ob die Agentur einen Tarifvertrag hat.

2. Information über freie Arbeitsplätze

Der Entleiher (Kundenunternehmen) muss dich über freie feste Stellen informieren. Er muss dich nicht einstellen, aber er muss dich informieren.

3. Zugang zur Infrastruktur des Unternehmens

Du hast das Recht, die Kantine, Transportmittel und andere Einrichtungen des Unternehmens unter denselben Bedingungen wie die Festangestellten zu nutzen.

4. Arbeitsschutz

Die Agentur und das Kundenunternehmen sind gesamtschuldnerisch für die Arbeitssicherheit verantwortlich. Sowohl Verleiher als auch Entleiher müssen die Arbeitsschutzvorschriften einhalten.

5. Begrenzung der maximalen Leiharbeitsdauer

Ein Leiharbeitnehmer kann maximal 18 Monate an dasselbe Kundenunternehmen überlassen werden. Nach 18 Monaten muss das Unternehmen ihn entweder fest einstellen oder die Zusammenarbeit beenden.

Ausnahmen sind bei Tarifverträgen möglich.

Versicherungen für Leiharbeitnehmer

Ein Leiharbeitnehmer hat dieselben Versicherungsansprüche wie jeder andere Arbeitnehmer:

Versicherung Wer zahlt Hinweise
GKV (Krankenversicherung) 50/50 Arbeitnehmer/Agentur Voller Schutz ab dem 1. Tag
Rentenversicherung 50/50 Beiträge wie bei einem normalen Arbeitnehmer
Unfallversicherung (BG) Agentur (100%) Arbeitsunfälle und Wegeunfälle
Arbeitslosenversicherung 50/50 ALG I nach 12 Monaten
Pflegeversicherung 50/50 Standard

Worauf ist bei der Arbeit über eine Agentur zu achten?

Illegale Abzüge

Die Agentur darf NICHT vom Gehalt abziehen für:

  • Unterkunft (es sei denn, du hast sie freiwillig angefordert und es gibt einen schriftlichen Vertrag)
  • Transport zur Arbeit (von der Agentur vorgeschrieben)
  • Arbeitskleidung oder gesetzlich vorgeschriebene Werkzeuge

Arbeit ohne schriftlichen Vertrag

Fordere vor Arbeitsbeginn einen schriftlichen Arbeitsvertrag. Arbeit ohne Vertrag ist Schwarzarbeit — sowohl die Agentur als auch du riskieren rechtliche Konsequenzen.

Fehlende Lizenz der Agentur

Die Agentur muss eine Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung (Leiharbeitserlaubnis) besitzen. Du kannst das auf der Website der Bundesagentur für Arbeit überprüfen. Die Arbeit über eine nicht lizenzierte Agentur ist ein erhebliches Risiko.

Illegale Registrierung als Selbstständiger

Einige Agenturen versuchen, Arbeitnehmer als Selbstständige (Scheinselbstständigkeit) zu registrieren, um Sozialabgaben zu vermeiden. Wenn du tatsächlich wie ein Festangestellter arbeitest (vom Arbeitgeber vorgeschriebene Arbeitszeiten, keine Möglichkeit, Aufträge abzulehnen) — ist das illegal. Folgen: Strafe + Nachzahlung von Sozialbeiträgen.

Wie auf Verstöße reagieren?

  1. Dokumentieren — schriftliche Nachweise sammeln, Gehaltsabrechnungen aufbewahren
  2. Zollamt (FKS) — Verdacht auf Schwarzarbeit oder illegale Abzüge melden
  3. Arbeitsgericht — Geltendmachung von Gehaltsansprüchen
  4. Gewerkschaft — kostenlose Rechtshilfe für Mitglieder
  5. Rechtsschutzversicherung — übernimmt Anwaltskosten bei Streit mit der Agentur

Hast du Probleme mit einer Arbeitsvermittlung in Deutschland? Schreib uns: kontakt@DeutscheVersicherungen.de

Häufig gestellte Fragen

1. Equal Pay nach 9 Monaten
Dies ist eine Schlüsselbestimmung des AÜG (Arbeitnehmerüberlassungsgesetz) . Nach 9 Monaten ununterbrochener Arbeit beim selben Entleiher (Unternehmen) hast du Anspruch auf dasselbe Gehalt wie die Festangestellten , die eine ähnliche Tätigkeit ausüben (Equal Pay). Wichtige Falle: Agenturen rotieren Leiharbeitnehmer häufig zwischen Firmen, um gerade die 9-Monats-Frist zurückzusetzen. Das ist legal, aber fragwürdig — es lohnt sich, das zu überwachen. Hinweis: Tarifverträge können in den ersten 15 Monaten ein niedrigeres Gehalt vorsehen — sie müssen jedoch offiziell angewendet werden. Prüfe, ob die Agentur einen Tarifvertrag hat.
2. Information über freie Arbeitsplätze
Der Entleiher (Kundenunternehmen) muss dich über freie feste Stellen informieren. Er muss dich nicht einstellen, aber er muss dich informieren.
3. Zugang zur Infrastruktur des Unternehmens
Du hast das Recht, die Kantine, Transportmittel und andere Einrichtungen des Unternehmens unter denselben Bedingungen wie die Festangestellten zu nutzen.
4. Arbeitsschutz
Die Agentur und das Kundenunternehmen sind gesamtschuldnerisch für die Arbeitssicherheit verantwortlich. Sowohl Verleiher als auch Entleiher müssen die Arbeitsschutzvorschriften einhalten.
5. Begrenzung der maximalen Leiharbeitsdauer
Ein Leiharbeitnehmer kann maximal 18 Monate an dasselbe Kundenunternehmen überlassen werden. Nach 18 Monaten muss das Unternehmen ihn entweder fest einstellen oder die Zusammenarbeit beenden. Ausnahmen sind bei Tarifverträgen möglich.
Illegale Abzüge
Die Agentur darf NICHT vom Gehalt abziehen für:
Arbeit ohne schriftlichen Vertrag
Fordere vor Arbeitsbeginn einen schriftlichen Arbeitsvertrag . Arbeit ohne Vertrag ist Schwarzarbeit — sowohl die Agentur als auch du riskieren rechtliche Konsequenzen.
Fehlende Lizenz der Agentur
Die Agentur muss eine Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung (Leiharbeitserlaubnis) besitzen. Du kannst das auf der Website der Bundesagentur für Arbeit überprüfen. Die Arbeit über eine nicht lizenzierte Agentur ist ein erhebliches Risiko.
Illegale Registrierung als Selbstständiger
Einige Agenturen versuchen, Arbeitnehmer als Selbstständige (Scheinselbstständigkeit) zu registrieren, um Sozialabgaben zu vermeiden. Wenn du tatsächlich wie ein Festangestellter arbeitest (vom Arbeitgeber vorgeschriebene Arbeitszeiten, keine Möglichkeit, Aufträge abzulehnen) — ist das illegal. Folgen: Strafe + Nachzahlung von Sozialbeiträgen.

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